Aus St. Johann in Tirol und aus Adnet waren zwanzig Kinder mit vier Begleitpersonen ins Missionshaus Maria Sorg, in Salzburg b. Bergheim gekommen. Nachdem sie die hungrigen Mägen gefüllt hatten, stellten sich die Kinder mit Namen vor, die den neuen „Klang“ der jungen Generation hatten. „Sprachbarrieren“ gab es keine. So wurde die Tischunterhaltung mit der jungen italienischen Schwester Maria Helena auf Englisch „gemeistert“.

In der Hauskapelle wurde als Dankgebet das Vaterunser gesungen und dann die Bedeutung der verschiedenen Symbole und Bilder erklärt, wie etwa der brennende Dornbusch am Tabernakel und das Bild der sel. Mutter Gründerin, wobei die Kinder sehr viel Intuition bewiesen.

Im Saal wurden die kleinen blauen Käppchen verteilt und gleich aufgesetzt. Sie standen allen prächtig. Bei der Beantwortung von Quizfragen waren alle mit Begeisterung dabei, besonders weil die richtige Antwort mit einem Bonbon belohnt wurde.

Im Museum machten die Instrumente den meisten Spaß. Ihre Namen „verewigten“ die Kinder im Besucherbuch des Museums.

Ein Spaziergang ins Freie zur Gartenkapelle und hinauf zum kleinen Schwesternfriedhof mit Blick auf Maria Plain beschloss den kurzen, aber trotz regnerischem Wetter schönen Tag in Maria Sorg.

Fotografiert wurde viel. Auch unter den Jungscharkindern gab es „Fotoreporter/innen“. Die verschiedenen Fragen, die die Kinder an die Schwestern hatten, wurden zwischendurch beim Plaudern beantwortet, für die besonders „Wissensdurstigen“ zum Teil sogar noch bei der Busfahrt zurück in den Dom.

                                                                                     Sr. Paula Krones

         

Am Christkönigssonntag, 20. November 2011, wurde bei einem Festgottesdienst  durch Bischof Klaus Küng die Weihe des neuen Volksaltares vorgenommen und Reliquien der sel. Maria Theresia und der hl. Ursula Ledochowska in den Altar eingesetzt.

Maria Theresia wurde am 29. April 1863 und Julia (mit dem Ordensnamen Ursula) am 17. April 1865 in Loosdorf geboren. Beide Schwestern waren von Papst Johannes Paul II. zur Ehre der Altäre erhoben worden: Maria Theresia wurde am 19. Oktober, dem Missionssonntag des Jahres 1975, seliggesprochen und Ursula am 20. Juni 1983 selig- und am 18. 5. 2003 heiliggesprochen.

Zwei lebensgroße Statuen der beiden gebürtigen Loosdorferinnen halten in der Pfarrkirche das Andenken an ihr Vorbild und heiligmäßiges Leben lebendig. Durch die Einsetzung ihrer Reliquien in den neuen Volksaltar bei der Altarweihe am 20. November 2011  wurde deutlich gemacht, dass sie und alle Getauften am Erlösungsopfer Christi, das auf dem Altar gefeiert wird, Anteil haben.

Pfarrer Mag. Zenon Pajak hatte zu der Feier  auch die Schwestern der Kongregation der Missionsschwestern vom hl. Petrus Claver und der Ursulinen vom Herzen Jesu im Todeskampf, auch „Graue Ursulinen“ genannt, eingeladen.  Freude erfüllte die Schwestern der beiden Kongregationen  über die Ehre, die ihren Ordensgründerinnen zuteil wurde.

Bei der Salbung des Altars mit Chrisam und dem Verbrennen von Weihrauch auf dem Altar stiegen die Gebete der anwesenden Gläubigen  zu Gott empor. Beim Gottesdienst wurde dann das Opfermahl, das uns der Herr in seiner Liebe geschenkt hat, auf dem neu geweihten Altar gefeiert.

In seiner Homilie legte Bischof Klaus Küng dar, dass die Sakramente und im Besonderen die Eucharistie uns stärken für unser Leben, das nur in Vereinigung mit Christus gelingen kann. Wir müssen unseren Glauben ins Leben umsetzen, wobei uns die Heiligen voranleuchten.

 Bei der Danksagung an den Herrn vereinen wir uns mit allen Heiligen, besonders mit der sel. Maria Theresia und der hl. Ursula Ledochowska. Mögen sie uns durch ihre Fürsprache Hilfe in allen seelischen und leiblichen Nöten erlangen und uns die Kraft erbitten, dass wir Christus in Treue nachfolgen.                                            Sr. Paula Krones, SSPC

In alt bewährter Tradition fand auch dieses Jahr bei den Missionsschwestern vom hl. Petrus Claver die jährliche Weihnachtsfeier statt. Zum Auftakt wurde die geistliche Besinnung durch die Feier der heiligen Messe gestärkt, die vom Pfarrer Ziegler von der Pfarrei St.Peter und Paul zelebriert wurde. Danach ging es zum “ profanen” Teil der Feier über. Ein besonderer Anlass war heuer durch die Geburtstagsfeier von Sr. Maria gegeben. Sie stammt aus Slowenien und feierte ihren 90.Geburtstag. Pater Hermann vom Kloster St. Stephan sang ihr ein Ständchen, das er selber komponiert hatte und mit der Gitarre gekonnt begleitete. All die eingeladenen Gäste bildeten einen eindrucksvollen Begleitchor. Die rüstige Schwester Maria war von der Feier sichtlich angetan und bekam als Geschenk unter anderem einen Regenschirm, den sie ggf. “im Notfall” auch als Gehstock benutzen könnte. Schwester Barbara, Leiterin der Niederlassung, erklärte uns, nach welchem Auswahlverfahren die Spenden, die auf Grund der Ersuchen von  Missionaren aus der ganzen Welt bei der St.-Petrus- Claver- Sodalität eingehen, gewährt und rund um die Welt überwiesen werden. Es war eine sehr interessante Erläuterung, die viele Gäste überraschte, zumal man sich als “Externer” kaum vorstellen kann, welche Arbeit dahinter steckt.

Frau Nägele las einige besinnliche Texte über den tiefen Sinn von Weihnachten sowie einige lustige Gedichte in schwäbischer Mundart vor. Alles in allem ein gelungener Nachmittag. 

Dafür gebührt unseren lieben Missionsschwestern vom hl. Petrus Claver, die die Einladung aussprachen, sowie den “stillen” Helferinnern und Helfern, die zum Gelingen der Feier mit beigetragen haben, unser aller herzliches Vergelt’s Gott.

Drei Wochen lang hatten wir im August 2010 in Maria Sorg eine “Weltkirche im Kleinen”. Vierzig Schwestern von allen Kontinenten waren aus unseren europäischen Häusern gekommen, um hier an Exerzitien und einem Seminar über die Spiritualität unserer sel. Mutter Gründerin teilzunehmen.

Italienisch als „Einheitssprache“ erleichterte dabei die Verständigung.

Maria Sorg wurde in diesen Tagen zu einem Ort der Begegnung mit der sel. Mutter Gründerin. So sagte eine indische Mitschwester: „Maria Sorg, das ist nicht nur ein Ort. Es ist ein Geheimnis. Hier fühlt man gewissermaßen die Gegenwart unserer sel. Mutter“.

Ebenso fühlten sich die Schwestern im Salzburger Dom beim Bild der sel. Mutter, sowie im ehemaligen Toskanahof und in der Dreifaltigkeitskirche der Mutter Gründerin besonders nahe. Abgeschlossen wurde das Seminar noch mit einer Fahrt zum Schloss Walpersdorf in Niederösterreich und dem nahegelegenen Geburtshaus von Maria Theresia Ledochowska in Loosdorf.

Nach den Exerzitien, die von Consolata Pater Giuseppe Ronco gehalten wurden, vertieften die Schwestern die Spiritualität der sel. Maria Theresia Ledochowska durch tägliche Konferenzen, in Arbeitsgruppen und in den Zusammenfassungen darüber. Der Einfluss des geschichtlichen Hintergrundes auf das Missionswerk von Maria Theresia, ihre Spiritualität und ihr besonderes Charisma, deren Bedeutung für heute, die Weitergabe des Charismas an die Laien und die Schwierigkeiten, mit denen unsere sel. Mutter zu kämpfen hatte, wurden beleuchtet.

Es war die Liebe zu Jesus, der am Kreuz sein Blut für uns vergossen hat, die Maria Theresia zu ihrem Werk veranlasst hat. Sie war durchdrungen vom „Durst“ des gekreuzigten Heilands nach Seelen. Mit beiden Füßen stand sie fest auf der Erde und blickte dabei zum Himmel empor, rüttelte mutig und unerschrocken das Gewissen ihrer Zeit auf für die Bedürfnisse der Mission und wies auf die Ewigkeit hin, auf die Notwendigkeit der Vereinigung mit Gott, auf die Verbundenheit mit Ihm durch das Gebet. Leiden waren für sie auf dem „Pilgerweg“ des Lebens ein „Zeichen“, durch das Gott seinen Plan verwirklichen wollte. Mit einfachen Worten wusste sie die lebendige Hoffnung, von der sie getragen war, auf andere zu übertragen, zur Mitarbeit anzuspornen, die Schönheit des Glaubens begreiflich zu machen. Den Missionsauftrag des Herrn: „Geht in alle Welt und verkündet das Evangelium!“ setzte sie in die Tat um, indem sie möglichst viele Menschen zum Mitwirken bei ihrem Missionswerk zu gewinnen suchte. Sie spürte dabei manchmal förmlich, wie der Heilige Geist sie „erleuchtete“. Maria war der „Stern“, der sie leitete und zu der sie stets ihre Zuflucht nahm. Sie wurde von ihr unter der Anrufung „Maria, vom Guten Rat“ neben dem hl. Petrus Claver zur Mitpatronin des Institutes erwählt.

Die dankbare Verehrung des Kreuzes und Blutes Christi, seiner Gegenwart in der Heiligen Eucharistie, die Verehrung des Heiligen Geistes und die Liebe zur Gottesmutter hat die sel. Maria Theresia den Schwestern ihres Institutes als „Erbe“ hinterlassen.

So erneuerten die Schwestern bei einem eigenen Gottesdienst mit P. Ronco in der Basilika Maria Plain zu Ende der Exerzitienwoche mit persönlichen Worten ihre Hingabe an die Gottesmutter.

Zweimal wurde ein „Pilger Rosenkranz“ zur Ährenmadonna in der Gartenkapelle von „Maria Sorg gehalten. Beim Kreuzweg am Freitag entlang der neuen Kreuzwegstationen bis zum Schwesternfriedhof hinauf dienten Texte aus den Schriften der sel. Mutter Gründerin als Meditation.

Maria Theresia wandte sich Afrika als dem ärmsten und verlassensten Kontinent zu, zuerst in der Antisklavereibewegung, für die sie sich einsetzte und dann durch Unterstützung der Missionare und Missionsschwestern in Afrika. Weder die Kriegsjahre noch die Anfeindungen, denen sie beim Aufbau ihres Werkes begegnete, und auch nicht ihre schwache Gesundheit konnten ihren Eifer aufhalten. Ihr Werk hat sich fortgepflanzt in allen Kontinenten und sicher blickt sie von oben her voll Freude und Ermutigung auf ihre „Töchter“ in allen Erdteilen und die vielen, die ihnen bereitwillig mit Gebet und Opfer zur Seite stehen.

Liebe Freunde,
Ich möchte mich ganz herzlich für Ihre guten Wünsche zu meinem 50-Jährigen Jubiläum der Ordensprofess bedanken. Ehrlich gesagt, ich habe noch nicht alles gelesen, so viele Wünsche sind es gewesen: Briefe mit so viel Kunst und Liebe gezeichnet … Ich bin überwältigt und ich fühle mich noch kleiner in der Feststellung von Eurer großen Güte. Gleichzeitig hatte ich so viel innere Freude, weil ich gespürt habe, dass diese Worte aus den Herzen kommen. Aus den Herzen, in denen Jesus, unser Herr wohnt und von dem alles Gute und Liebe kommt.

Mit dem Herzen der himmlischen Mutter vom Guten Rat lobe und danke ich dem guten Jesus, der mich Tag für Tag, mit seiner unendlichen Barmherzigkeit, bis zur Vollendung meiner 50-jährigen Profess, liebevoll begleitet hat. Die Zeit fliegt… ich bereue es aber nicht, sondern ich sehe es als eine wichtige Etappe meiner Reise zum Ziel, wo Er, der Herr, in seiner Barmherzigkeit, auf mich wartet. Es wird schön sein, wenn wir uns alle in dem gemeinsamen Haus des himmlischen Vaters sehen werden.

Ich danke nochmals meiner Kongregation, und vor allem der lieben Generaloberin, die mich vom 4. Dezember 2009 bis 5. Januar  2010 so freundlich in das Mutterhaus aufgenommen hat. Es war eine kostbare Zeit, eine wunderbare Familienatmosphäre mit den Schwestern, im Gebet und in der Stille. Das wäre bei uns in Nichelino, in unserem Jugendzentrum, schwer zu erreichen… und so habe ich, zwei wirklich feierliche Jubiläumsfeste erlebt: eins im Mutterhaus, Sonntag, 3. Januar und ein weiteres, am Tag der Erscheinung des Herrn 6. Januar in Nichelino, das meine drei Schwestern: Sr. Shiny, Sr. Jola und Sr. Aruna, mit dem Pfarrer Riccardo, Don Paolo und mit der ganzen großen Pfarrgemeinde, vorbereitet haben.

Vielen Dank für alles und auch jedem einzelnen für seinen Beitrag.
Ich grüsse euch alle herzlich und bleibe mit euch vereint im Gebet.
Sr. Teonita

Das Afrika Museum wurde 1906 in Zug (Schweiz) von den Missionsschwestern gegründet. Die Sammlung besteht aus Exemplaren, die von den Missionsgebieten in Afrika als Dankesgabe entgegengenommen wurden.

Die seltenen Exponate stammen aus Zentralafrika, wo die Urstämme der Hamiten und Bantu beheimatet sind, aus dem südlichen Afrika und aus Madagaskar. Einige Objekte lassen sich auf das 18. und 19. Jahrhundert zurückdatieren.
                            
Im Mittelpunkt des Museums stehen Masken und Fetische, die von den afrikanischen Naturvölkern verehrt werden, weil ihnen übernatürliche Kräfte zugeschrieben werden.

Nebst Kultobjekten, präparierten Tieren und Gegenständen des alltäglichen Gebrauchs sind auch echte afrikanische Kunstobjekte und zeitgenössische Kunstwerke ausgestellt.

In Museum in Maria Sorg (Österreich) können Sie Objekte aus Afrika, Lateinamrika, Indien und Ozeanien, bewundern, die als Dankesgaben von Missionaren, Schwestern und aus den einheimischen christlichen Gemeinden an uns gesandt wurden.

Fetische aus den traditionellen afrikanischen Traditionen, wie sie von den Medizinmännern verwendet wurden, finden Sie im Afrika-Teil des Museums. In einer afrikanischen Strohhütte, die als „Kapelle“ eingerichtet ist, sehen Sie, was das afrikanische Christentum hervorgebracht hat.

Auf Schautafeln und in Schaukästen können Sie die Anfänge unseres Missionswerkes mit der Missionsdruckerei verfolgen und die verschiedenen religiösen Druckwerke aus dieser Zeit sehen.

Die Schwestern machen Führungen mit Einzelbesuchern oder Gruppen von Kindern (Firmlinge, Erstkommunikanten) oder Erwachsenen, täglich in der Zeit von 9-12 Uhr und von 14-17 Uhr.